Unsere Vorstellung von Gott

Salve!

Als mein Mann und ich gestern um ca. 22 Uhr die Eröffnung des Wiener Opernballs sehen wollten, begann dies mit der Schweigeminute für die verstorbene Gesundheitsministerin. Das Schicksal eines Menschen, der in der Öffentlichkeit stand, berührt uns natürlich auf irgendeine Weise. Bei Krebs sind wir sowieso hellhörig und dann noch das Wort „Kampf“ und „verloren“. Es bestätigte sich wieder, dass selbst eine Ärztin und Ministerin für Gesundheit, die das Wissen und alle Möglichkeiten einer Therapie hatte, ihrem Schicksal nicht entgehen konnte. Ich kenne die Hintergründe ihrer Krankheit nicht, nicht ihr Leben und eigentlich weiß ich gar nichts über Sabine Oberhauser. Ich wünsche ihr einen schönen Übergang ins Jenseits und ihrer Familie Kraft und den Glauben, dass es ihr dort sehr gut geht.

Diese und ähnliche Ereignisse erinnern uns immer an unsere eigene Endlichkeit. Ich möchte dies zum Anlass nehmen, euch aus dem Buch „Gespräche mit Gott“ etwas für mich Nachvollziehbares zu beschreiben. Die Antwort auf die Frage – Warum lässt Gott das zu? Wenn es einen gerechten Gott gibt, warum lässt er gute Menschen leiden?

Vorerst musst du dir klar werden, woher deine Vorstellung von Gott eigentlich kommt. Sie kommt von Menschen, die uns ihre Erfahrungen mit Gott mitteilten. Du hast dich entschieden, was davon du als wahr annimmst und was du nicht glauben kannst.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich schon über Wünschen und Bekommen geschrieben habe. Immer wenn wir beten und uns inbrünstig etwas wünschen, dann wird dies nicht unbedingt zum Ziel führen, weil es aus einem Mangelgedanken heraus geschieht und der stiftende Gedanke eigentlich der ist, dass wir es nicht erreichen können. (aus Schuldgefühl oder Minderwertigkeitsgefühl oder aus welchen tief im Inneren versteckten Gefühlen auch immer). Wenn ich also um Gesundheit bitte, dann heißt es, dass ich glaube krank zu sein oder zumindest Angst vor Krankheit habe. Ich bete auch oft um Gesundheit für mich und andere (wenn ich mir Sorgen um jemanden mache), obwohl ich weiß, dass ich eher für meine Gesundheit danken sollte. Leichter fällt es mir zu danken, dass ich gesund werde und bleibe, um meine Lebensaufgaben gut erfüllen zu können. Ich habe nämlich keine Lust mein ganzes Denken nur der körperlichen Gesundheit zu widmen. Dass die Einstellung und der Glaube mächtige, wenn nicht die mächtigsten Gefühle sind, zeigt sich  meiner Meinung nach auch im Vergleich von Rauchern und Alkoholkonsumierern. Wer fest daran glaubt, dass ihm das Rauchen nicht schadet, könnte länger leben, als ein Mensch, der lange mit Schuldgefühlen und Sorge geraucht hat und es vielleicht sogar geschafft hat, damit aufzuhören. Immer wieder begegnen mir Menschen, die über achtzig und neunzig Jahre alt wurden und bis zum Lebensende mehr als einen Liter Rotwein pro Tag getrunken haben. Ich bekomme schon nach zwei Achterln Kopfschmerzen und Probleme.

 

Ich möchte euch nun einen längeren Ausschnitt aus dem Buch „Gespräche mit Gott“ zeigen.

…Wenn du glaubst, dass Gott ein allmächtiges Wesen ist, das alle Gebete hört und zu einigen „ja“, zu anderen „nein“ und zum Rest „vielleicht, aber nicht jetzt“ sagt, dann irrst du dich. An welche Faustregel würde sich Gott halten?

Wenn du glaubst, dass Gott der Schöpfer und der ist, der über alle Dinge in eurem Leben entscheidet, dann irrst du dich. Gott ist so gesehen der Beobachter, nicht der Schöpfer. Und Gott steht bereit, euch beim Leben eures Lebens beizustehen, aber nicht so, wie du vielleicht erwartest.

Es ist nicht Gottes Funktion, die Bedingungen oder Umstände deines Lebens zu erschaffen oder zunichte zu machen. Gott hat dich erschaffen nach seinem Ebenbild. Den Rest hast du erschaffen, durch die Macht, die dir von Gott verliehen wurde. Gott hat den Lebensprozess und das Leben selbst, so wie du es kennst, erschaffen. Doch Gott hat dir auch die freie Wahl gegeben, mit deinem Leben zu verfahren, wie du willst.

In diesem Sinn ist dein Wille für dich Gottes Wille für dich. …..

Ich glaube, dass wir unser Leben in groben Zügen selbst festgelegt haben in Absprache mit unseren Geistführern und dass wir uns auch unseren Tod selbst gewählt haben. So können wir bei niemandem Schuldgefühle verursachen und wären tatsächlich in allem selbst verantwortlich. Verzweiflung und Verbitterung können unser Ende natürlich begleiten und viel Leid erzeugen, aber wir können durch unser Denken, dass wir machtvolle Wesen sind, anderen ein gutes Beispiel geben. Freude trotz Leid empfinden, Erfüllung trotz Schmerz finden, Vorbild trotz Angst sein. Wenn das Lebensende ein Bild wäre, welches würde euch besser gefallen?

 

 

Diese Woche gibt es kein Kraut und keine Pflanze, die ich euch vorstellen möchte, aber etwas aus dem Feld des Feng Shui.

Der Keller: Der Keller entspricht in der Energie dem Unterbewusstsein. Man vergräbt Dinge sozusagen und verbirgt vieles, was man nicht mehr braucht in dieser Etage. Meist wissen wir gar nicht mehr, was alles in unseren Kellern gelagert ist. Es verstaubt, riecht mockig, belastet manchmal sogar. Mein Mann und ich nutzten die Ferien zum Entrümpeln des Kellers. Da dieser Bereich mit vielen beschwerenden Emotionen behaftet ist, war ich schon nach zwei Stunden so ausgelaugt und ermüdet, dass wir die Arbeit auf mehrere Tage aufteilen mussten. Wegwerfen und ordnen – sehr befreiend aber auch nicht ganz einfach für unser Energiefeld. Nun fehlt noch das Räuchern und das werde ich mit weißem Salbei machen.

Euch eine lustigen Fasching und habt Spaß! Und denkt daran, auch mit wenig Alkohol kann man lustig sein – vor allem geht es einem hinterher besser.