Die Apotheke Gottes

Vorweg ein kleiner Basteltipp. Nachdem mein Sohn festgestellt hat, dass auch eine Bonsaipflanze regelmäßig gegossen hätte werden müssen, rettete ich sein Bäumchen vor dem Mistkübel. Wie bei meinem Baum im Garten dachte ich nach, wie ich die bizarre Form als Hingucker verwenden kann. So wurde daraus ein wunderbarer Schmuckhalter.

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Ich hatte vorige Woche, wie erwähnt eine Operation. Im Vorfeld der Untersuchungen bei meiner Frauenärztin fielen Worte wie Abklärung, könnte bösartig werden, vorbeugend, keine Sorge, nicht mehr zuwarten….Ich holte auch eine Zweitmeinung ein von einem erfahrenen Gynäkologen, der auch zur OP riet und diese auch durchführte.

Jedem Menschen – besonders Kopfmenschen, wie ich es bin – schießen alle möglichen Diagnosen und Leidenswege durch den Kopf und das in Sekundenschnelle. Krebs, Chemo, Haarverlust, Übelkeit, Krankenhaus, Leiden….Und so, als ob die Operation nicht genügt hätte, wurde auf der Lunge bei der OP – Vorbereitung ein Schatten entdeckt. Dies wurde mir aber erst mitgeteilt, als ich aus der Klinik entlassen wurde – zusammen mit einem Arztbrief, in dem eine Abklärung mittels CT empfohlen wurde. Am Abend googelte ich dann den Begriff „Schatten“ auf der Lunge und die erste Headline enthielt das Wort „Krebs“. Wieder ratterte die ganze Palette an Ängsten vor mir herunter. Mir wurde flau. Was soll das? Wo sind alle meine Anker, wenn ich sie brauche? Was hilft mir in dieser Situation meine ganze spirituelle Hoffnung?  Sämtliche Krankheitsfälle in meinem Umkreis fielen mir ein, vor allem die mit Krebs. Meine Einstellung, dass ich niemals eine Chemotherapie machen würde, weil ich überzeugt davon bin, dass dadurch nur die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers  zerstört würden, wird von mir hinterfragt. Könnte ich wirklich den Rat der Schulmedizin ignorieren? Wut kommt auf. Wut auf all die alternativen „Behandler“, denen ich so viel Geld für Mittelchen gegeben habe. Dazu muss ich sage, dass ich schon drei Operationen (Zysten am Eierstock) hinter mir hatte. Ich versuchte wirklich viel, (Homöopathie, Bachblüten, Phytotherapie, TCM, Energetik ) um die Zysten auf natürlichem Weg loszuwerden. Ich hatte fast zehn Jahre lang Ruhe und nun wieder diese Diagnose. Die Zyste wurde im April entdeckt und nun war sie fast doppelt so groß geworden und zeigte zwei Kammern mit verändertem Gewebe. Trotz alternativen Heilmethoden und dem Hinweis, dass ich ja mit dem „Rausschneiden“ die Ursache nicht beheben würde, entschloss ich mich zur OP. Waren alle Versuche, meinem Körper anders zu helfen nur Selbsttäuschung?

Ich kenne Frauen, die auch öfter Zysten haben und diese auch wieder weggingen. Von selbst – weil es keine sichere Therapie gibt. Ich kenne auch einige Frauen, die keine Gebärmutter mehr haben, weil riesige Myome entfernt werden mussten. Sind wir wirklich nur Gebärmaschinen und wenn sich da nichts mehr abspielt, wird unser Unterleib anfällig für Krankheiten? Stopp!!!!!

Ich hatte Tage lang nicht meditiert, mein Pendel links liegen lassen, meine Engelkarten vergessen. Ich hatte alles mit mir selbst ausgemacht, auf die Hilfe vergessen, um die ich ja bitten kann. Ich begann meine eigene Ratschläge zu befolgen, zog eine Karte, die mich sofort positiv stimmte, kommunizierte mit meinen Geistführern und wechselte die Perspektive.  Ich wurde zu meinem eigenen Beobachter. Was ist mein Lebensziel, meine Freude ? Was will mir der Körper sagen ? Warum habe ich diese Erfahrung schon  wieder durchlebt? Der Lungenfacharzt fand im Übrigen keinen Schatten und meinte, dass dies entweder die Reste einer Lungenentzündung gewesen sein könnten (mittels starkem Antibiotikum bei der OP mitversorgt und mittlerweile abgeheilt) oder eine technische Störung gewesen sein kann. (es war eine Überlagerung – für den Schreck reichte es)

Ich hatte mich schon einige Zeit wieder auf Menschen verlassen, die mir sagten, was ich für meinen Körper zu tun hätte. Ich hatte meine Ernährung auf ihren Rat hin umgestellt und viele Globuli, Säftchen und Pillen natürlicher Rezeptur eingenommen. Alles brav befolgt, viel Geld bezahlt und war an einem gefühlten Stillstand angekommen. So beschloss ich wieder mehr Selbstverantwortung zu übernehmen. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Heilkräutern gemacht. Die Schafgarbe beispielsweise wurde von Pfarrer Kneipp als Mittel für die Frauen sehr gepriesen. Pfarrer Kneipp lebte von 1821 – 1897 und ich bewundere ihn für sein Lebenswerk, das ich einmal in einem Film sah. Sein ganzheitliches Denken entspricht ganz genau meiner Vorstellung und ist auf fünf Säulen begründet.

  • Wasser
  • Pflanzen
  • Bewegung
  • Ernährung
  • Balance

Wirkung der Schafgarbe: Ein Tee aus Schafgarbe ist besonders bei Frauenproblemen ratsam. Sie hilft bei Kopfschmerzen, Durchblutungsstörungen im Beckenbereich, Problemen bei der Menstruation, bei Zysten, stärkt Nerven und Herz. Schafgarbe hilft  bei Magenbeschwerden und Appetitlosigkeit. Ich habe drei Tage vor der OP und zehn Tage nach der OP den Tee getrunken, allerdings lasse ich ihn nicht so lange ziehen. Ich lehne mich da an die Information von Maria Treben an, die Tees meist nur eine halbe Minute ziehen lässt. So schmeckt der Tee nicht so bitter, was viele nach kurzer Zeit davon abhält ihn länger zu trinken. Die Wirkung soll gleich sein. Ich werde den Tee zusammen mit Frauenmantelkraut noch länger trinken und fühle mich dadurch gut beraten. Außerdem habe ich Arnika – Globuli eingenommen.

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Ich werde euch eine Zeit lang bei jedem Blogbeitrag ein Kraut vorstellen und siehe da, schon hat meine Operation einen Schritt in eine interessante Richtung bewirkt, den ich sonst nicht gegangen wäre.