Wege und Umwege

Hallo!

Rund um das Erlebnis meiner Kreuzfahrt mit der Familie ereigneten sich viele Dinge, die mir gefielen und bei denen ich mich begleitet fühlte, aber es geschahen auch Dinge, die mich niederwarfen.

Warum ist das Leben ein ständiges Auf und Ab?

Muss alles immer so kompliziert sein?

Wenn ich verschiedene Familien durchleuchte, dann fällt mir auf, dass es überall Dramen gibt. Manchmal glaubt man, einige wären immer auf der Butterseite, doch ist das so?

Eigentlich ist es für jeden einzelnen unbedeutend, wie reich andere Menschen sind, wie gesund sie sind, wie erfolgreich sie sind. Jedes Individuum hat ein einzigartiges Leben und Schicksal. Man kommt mit unterschiedlichen Voraussetzungen auf die Welt und geht mit unterschiedlichen Erfahrungen von dieser Welt. Ich verspüre keinen Neid. Im Gegenteil. Wir müssen froh sein, dass es Menschen gibt, die uns ein friedvolles und erfülltes Leben vorzeigen. Wir können uns dann besser Ziele stecken und sagen, so will ich es auch haben – es geht also. Wir sind zum größten Teil die Gestalter unseres Lebens. Ich weiß, dass unsere Urteile meiste Vorurteile sind und wir gar nicht wissen, wie es in einem anderen Menschen aussieht. Nach meiner Vorstellung haben wir ja viele Leben, um unsere Erfahrungen zu sammeln. Das ist eine Art Gerechtigkeit, die ich gerne verwirklicht sehen möchte. Niemand kann alle Facetten und damit Erfahrungen in einem Leben unterbringen.

Ich weiß, dass es auch Menschen gibt, denen das Leben leicht fällt und sie ihre Herausforderungen immer bewältigen. An diesen „Vorbildern“ orientiere ich mich manchmal. Es ist doch ein gutes Ziel in allem den göttlichen Plan sehen zu können und jeden Schicksalsschlag unter dem Gesichtspunkt der Engel zu werten.

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Als ich meinen kleinen Welpen vier Wochen vor Antritt der Kreuzfahrt abholte, hinkte er. Die Tierärztin nahm an, es sei eine Verstauchung. So wurde sie auch auf das hin behandelt – eine Woche lang. Dann hinkte meine kleine Hündin aber stärker und ich rief nach dem Wochenende die Tierärztin an. Sie war auf Urlaub. Erstes Problem. Ich rief bei einem anderen Arzt an. Der hatte erst einen Tag später einen Termin. Seine Untersuchung ergab, dass das Bein gebrochen war. Da es schon spät war, mussten wir am nächsten Tag wieder kommen, um unter Narkose ein Stressröntgen zu machen. Super nicht? Da schon zehn Tage vergangen waren, seit der Verletzung, war nur ein Verband möglich, der das Bein gerade hielt. Alle fünf bis sechs Tage musste dieser gewechselt werden. Er durfte nicht nass werden und nicht drücken, da sonst die Haut darunter wund werden könnte. Toll oder? Könnt ihr euch vorstellen, wie man mit einem kleinen Hundchen, das noch nicht ganz stubenrein ist, um halbfünf morgens raus muss, mit einem Plastiksack über dem verbundenen Bein (ganz von oben bis zu den Zehen) bei Regen? Tolle Herausforderung – mit einem umfunktionierten Sonnenschirm  als Regenschirm. Ich tat mir leid und Camilla tat mir leid. Camilla zeigte zum Glück großes Talent auf drei gesunden Beinen und einem steifen Bein zu laufen, Manchmal war sie sogar viel zu übermütig. Meine Mutter kam neun Tage vor dem Reiseantritt zu mir, um mit Camilla vertraut zu werden, da sie sie während unserer Abwesenheit betreute. Alles ging gut. Nun bekommt Camilla morgen (Dienstag, nach vier Wochen ihren Verband endgültig herunter – hoffentlich) Dann beginnt eine neue Sorge, wie sie mit dem dünnen, unbeweglichen Beinchen zurecht kommen wird. Sorge hört anscheinend nie auf.

Nun der Verband war ab. Nach kurzer Zeit begann Camilla an dem dünnen Beinchen zu nagen und zu schlecken und schnell wurde klar, sie würde sich wund beißen. Also zurück zum Tierarzt und einen Trichter besorgen. Und wieder schüttet es. Erschwernis Nummer ??? In solchen Momenten möchte man irgendjemanden beschimpfen – nur wen? Wer hat Schuld? Man weiß, dass niemand dafür verantwortlich gemacht werden kann, aber man fühlt Zorn und Selbstmitleid.

Erlebnisse bedeuten auch nicht für jeden das Gleiche. Für den einen ist das ein Problem, für den anderen mag es nur eine Lappalie sein. Es kommt darauf an, wie man seelisch veranlagt ist, auf die psychische und physische Verfassung. Wenn man eine Krankheit bereits öfter durchlebt hat, kennt man diese Situation. Wenn man schon die dritte Ehe hinter sich hat, geht man mit Scheidung anders um. Erfahrung härtet also meistens ab, oder stumpft einen ab.

Mein Mann und ich werden wahrscheinlich in einigen Wochen die Anfangsprobleme mit unserem Hund vergessen haben, das hoffe ich zumindest. Ich brauche keine Erfahrungen mehr in diese Richtung! Hört ihr da oben?

Ist es nicht die Sorge um ein Haustier, findet sich bestimmt ein Familienmitglied, dem es nicht so gut geht. Manchmal wird es zuviel und dann übergebe ich alles den Engeln. Das hilft oft, aber nicht immer. Dann ist ablenken gefragt. Mit lustigen Filmen, gutem Essen, einer angenehmen Beschäftigung oder einfach einem Spaziergang. Wie zur Belohnung habe ich am Tag nach der Rückkehr von der Mittelmeerkreuzfahrt etwas Tolles mit meinem Handy fotografiert. Als ich mit Camilla kurz nach sechs Uhr (sie schläft jetzt bereits brav acht Stunden) einen wunderschönen Sonnenaufgang festhalten wollte, bemerkte ich zunächst nichts auf dem kleinen Handydisplay. Erst als ich mit meinem Mann die Urlaubsfotos vergrößert am Fernseher ansah, entdeckte ich den kleinen Orb vor unserer Hütte. Es konnte keine Spiegelung von der Sonne sein, die war ja auf der Rückseite. Ich halte es für eine Fee oder ein anderes zartes Wesen. Auf jeden Fall bereitete mir der Anblick große Freude.WP_20160807_06_12_01_Pro

(Das Beitragsbild zeigt die Vergrößerung der Lichterscheinung.)

So nun habe ich genug gejammert und entschließe mich dankbar zu sein für so viele andere gute Dinge und Ereignisse.

Der nächste Beitrag wird von meinem Vorhaben handeln, ein Visionboard zu gestalten. Ziele sind wichtig für mich und ich weiß, dass unsere Geistführer nur darauf warten, dass wir aktiv werden.

 

Nachtrag!!! 20.08.

Heute am Morgen machte ich wieder ein Foto der aufgehenden Sonne. Leider stellte ich dabei fest, dass die Lichterscheinung nichts Übernatürliches ist, sondern von meinem Handy produziert wurde. Ich konnte das kleine Licht durch verschiedene Haltungen selbst verschieben. Da ich ja nach Beweisen von „himmlischer Energie“ suche, streicht diese Bilder bitte aus eurem Bewusstsein für Orbs. Dies ist definitiv keiner. Schade, die Freude war kurz und nun ist wieder mehr Skepsis angesagt.

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